Interventionelle Radiologie · Karlsruhe
Niere & Harntrakt
Interventionelle Verfahren an der Niere werden in enger Abstimmung mit Urologie und Nephrologie geplant. Neben der Behandlung ist der Erhalt funktionsfähigen Nierengewebes ein wichtiges Ziel.
Mögliche Verfahren nach individueller Indikationsstellung.
Verfahrensübersicht
- Perkutane bildgesteuerte Nierenbiopsie
- Transjuguläre Nierenbiopsie
- Kryo-, Mikrowellen- oder Radiofrequenzablation
- Embolisation bei Blutung und Angiomyolipom
- Nephrostomie
- Rekanalisation ausgewählter Harnleiterstenosen
- Drainage und Sklerosierung ausgewählter Zysten
- Nierenarteriendilatation und Stenting
- Renale Denervation: spezielle Indikationsprüfung
Transjuguläre Nierenbiopsie
Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten kann eine Gewebeentnahme über das venöse Gefäßsystem sinnvoll sein, wenn ein üblicher perkutaner Zugang ungünstig ist. Die Entscheidung wird mit der Nephrologie anhand von Fragestellung, Gerinnung und Gefäßanatomie getroffen. Auch dieser Zugang hat Blutungs- und Gefäßrisiken.
Befunde abklären und behandeln
Gewebeproben können unklare Veränderungen einordnen. Für ausgewählte kleine Nierentumoren ist eine lokale Ablation mit Wärme oder Kälte eine mögliche Behandlungsoption.
Gefäße und Abfluss
Blutende Nierengefäße können gezielt embolisiert werden. Bei einem gestörten Harnabfluss wird gemeinsam mit der Urologie geprüft, ob eine Ableitung von außen notwendig ist.
Individuelle Planung
Nierenfunktion, Gerinnung, Begleiterkrankungen und die Lage des Befundes fließen in die Entscheidung ein. Zu den möglichen Risiken zählen Blutungen, Infektionen und eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion.
Beratung und Vorbereitung
Bringen Sie vorhandene Arztbriefe, Bilddaten und einen aktuellen Medikamentenplan mit. Medikamente bitte nur nach ärztlicher Rücksprache verändern. Wir besprechen mit Ihnen Nutzen, Risiken und Alternativen.
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Redaktioneller Stand: September 2026 · Quellen und Bildnachweise