Interventionelle Radiologie · Städtisches Klinikum Karlsruhe
Myomembolisation in Karlsruhe
Eine Behandlungsoption mit Erhalt der Gebärmutter.
Starke Monatsblutungen oder Druckbeschwerden können durch Myome verursacht werden. Bei geeigneten Befunden kann eine Myomembolisation eine Alternative zu einer Operation sein. Die Entscheidung erfolgt gemeinsam mit der Gynäkologie und berücksichtigt Ihre persönlichen Behandlungsziele.
- Verfahren
- Gezielter Gefäßverschluss über einen Katheter
- Ziel
- Myome verkleinern und Beschwerden lindern
- Wichtig
- Kinderwunsch und andere Ursachen vorher besprechen
Für wen kommt eine Myomembolisation infrage?
Myome sind gutartige Veränderungen der Gebärmuttermuskulatur. Behandelt wird nicht allein ein Bildbefund: Entscheidend sind Beschwerden, Größe und Lage der Myome sowie Ihre Lebenssituation. Zunächst muss gynäkologisch geprüft werden, ob die Beschwerden tatsächlich durch Myome erklärt werden.
Ultraschall und gegebenenfalls MRT helfen bei der Planung. Schwangerschaft, Infektionen oder unklare Befunde können gegen eine Embolisation sprechen. Bei bestehendem Kinderwunsch müssen Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und Schwangerschaft ausdrücklich mitbesprochen werden.
Wie läuft die Embolisation ab?
Durch einen kleinen Gefäßzugang wird ein dünner Katheter zu den versorgenden Gebärmutterarterien geführt. Unter Röntgenkontrolle werden kleine Partikel eingebracht, die die Durchblutung der Myome vermindern. Diese sollen sich anschließend zurückbilden.
Die Gebärmutter bleibt erhalten. Die Verkleinerung erfolgt jedoch über einen längeren Zeitraum und nicht unmittelbar nach dem Eingriff. Schmerzbehandlung und Überwachung gehören zur Vorbereitung, weil nach der Embolisation stärkere krampfartige Schmerzen auftreten können.
Alternativen und mögliche Risiken
Je nach Befund kommen Beobachtung, Medikamente, die operative Entfernung einzelner Myome oder eine Entfernung der Gebärmutter infrage. Die Wahl hängt auch davon ab, welche Beschwerden im Vordergrund stehen und ob ein Kinderwunsch besteht.
Neben Schmerzen sind Blutergüsse am Zugang, Infektionen, die Abstoßung von Myomgewebe und eine unbeabsichtigte Schädigung anderer Gewebe möglich. Die Eierstockfunktion kann beeinträchtigt werden. In seltenen Situationen wird eine weitere Operation notwendig. Auch erneute Beschwerden oder zusätzliche Behandlungen sind möglich.
Was ist nach der Behandlung wichtig?
Vor der Entlassung erhalten Sie einen Plan für Schmerzbehandlung, Erholung und Nachkontrollen. Die weitere Beurteilung berücksichtigt sowohl Ihre Beschwerden als auch die Entwicklung der Myome in der Bildgebung.
Bei zunehmenden Schmerzen, Fieber oder ungewöhnlichem Ausfluss sollten Sie das behandelnde Team kontaktieren. Wann Sie wieder arbeiten oder Sport treiben können, wird anhand des Verlaufs besprochen.
Häufige Fragen zu Myomembolisation
Ist die Myomembolisation eine Behandlung ohne Operation?
Der Eingriff erfolgt über einen Katheter anstelle einer operativen Myomentfernung. Er bleibt eine invasive Behandlung mit eigenen Risiken und einer anschließenden Erholungsphase.
Ist die Methode bei Kinderwunsch immer geeignet?
Nein. Der Erhalt der Gebärmutter bedeutet keine Zusage für eine spätere Schwangerschaft. Die Beratung muss Fruchtbarkeit, Alternativen und die individuelle Situation einbeziehen.
Ihr nächster Schritt
Persönliche Beratung in Karlsruhe
Bitte halten Sie gynäkologische Befunde, vorhandene Ultraschall- und MRT-Untersuchungen sowie Angaben zu Blutungsstärke, bisherigen Behandlungen und einem möglichen Kinderwunsch bereit.
Bitte bringen Sie außerdem Ihren aktuellen Medikamentenplan mit und nennen Sie bekannte Allergien. Welche Unterlagen zusätzlich benötigt werden und wie Sie Bilddaten sicher übermitteln können, erläutert Ihnen die Anmeldung. Medikamente bitte nur nach ärztlicher Rücksprache verändern.
Behandlungsort: Städtisches Klinikum Karlsruhe, Moltkestraße 90, 76133 Karlsruhe. Für kurzstationäre Überwachung und interventionelle Versorgung stehen zwei Betten zur Verfügung. Art und Dauer eines Aufenthalts richten sich nach dem Eingriff und Ihrem Gesundheitszustand.
Eine Anfrage ist noch keine Zusage für einen Eingriff. Die persönliche Beratung klärt Nutzen, Risiken und Alternativen. Bei einem akuten medizinischen Notfall wählen Sie 112.
Fachliche Grundlagen & weiterführende Informationen
Redaktionell verantwortlich: PD Dr. med. Jonathan Nadjiri · Redaktioneller Stand: 26. September 2026. Die Inhalte wurden mit KI-Unterstützung erstellt und anhand der verlinkten Fachinformationen formuliert. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche Aufklärung.