Interventionelle Radiologie · Städtisches Klinikum Karlsruhe
TACE in Karlsruhe
Eine Tumorbehandlung über die versorgenden Blutgefäße.
TACE steht für transarterielle Chemoembolisation. Dabei werden ein Chemotherapeutikum und gefäßverschließendes Material über einen Katheter in die Tumorversorgung eingebracht. PD Dr. med. Jonathan Nadjiri und das Team am Städtischen Klinikum Karlsruhe beraten Sie zur Einordnung dieser Behandlung in Ihre Tumortherapie.
- Zugang
- Über die Arterien zum Tumor
- Einordnung
- Lokale Therapie, individuell im Tumorboard abwägen
- Vorbereitung
- Bilddaten, Leberfunktion und bisherige Therapien
Für wen kommt eine TACE infrage?
Eine TACE kann bei ausgewählten Lebertumoren erwogen werden, insbesondere bei bestimmten Formen des hepatozellulären Karzinoms, kurz HCC. Auch bei ausgewählten Lebermetastasen kann sie eine Rolle spielen. Die Diagnose allein reicht für eine Empfehlung nicht aus.
Tumorausdehnung, Leberfunktion, Gefäßversorgung und bisherige Behandlungen bestimmen die Auswahl. Das Behandlungsteam prüft die Möglichkeiten im Zusammenhang mit der gesamten Erkrankung.
Was passiert bei der Chemoembolisation?
Nach örtlicher Betäubung wird ein Katheter über eine Arterie bis zur Leber geführt. Röntgenbilder und Kontrastmittel machen die Tumorgefäße sichtbar. Möglichst gezielt werden dort das Medikament und das Embolisationsmaterial abgegeben.
Die Verbindung aus örtlicher Medikamentengabe und vermindertem Blutfluss soll die Tumorentwicklung begrenzen. Schmerzbehandlung und Überwachung gehören zum Eingriff. Ob mehrere Sitzungen sinnvoll sind, hängt vom Befund und Verlauf ab.
TACE, Ablation oder SIRT – worin liegt der Unterschied?
Bei der Tumorablation wird das Zielgewebe über eine platzierte Sonde mit Wärme oder Kälte behandelt. Die TACE wirkt dagegen über die Gefäße. Bei der Radioembolisation, auch SIRT genannt, werden radioaktive Partikel eingesetzt.
Die Verfahren sind nicht beliebig austauschbar. Je nach Erkrankung werden auch Operation, Transplantationsabklärung, systemische Medikamente oder Bestrahlung berücksichtigt. Eine örtliche Behandlung kann weitere Therapien ergänzen; sie ist keine allgemeine Heilungszusage.
Welche Belastungen und Risiken sind möglich?
Nach einer TACE können Schmerzen, Übelkeit und Fieber auftreten. Außerdem bestehen Risiken durch den Gefäßzugang und das Kontrastmittel. Infektionen, eine Verschlechterung der Leberfunktion und ein unbeabsichtigter Verschluss von Gefäßen außerhalb des Tumors sind mögliche ernste Komplikationen.
Vorerkrankungen sowie frühere Eingriffe an den Gallenwegen müssen vorab besprochen werden. Nutzen und Risiken werden für Ihre konkrete Situation abgewogen.
Wie wird der Behandlungserfolg kontrolliert?
Laborwerte und CT- oder MRT-Aufnahmen helfen, Verträglichkeit und Tumorverlauf zu beurteilen. Danach wird entschieden, ob weitere Sitzungen oder andere Verfahren angezeigt sind. Bei einer deutlichen Verschlechterung nach der Entlassung kontaktieren Sie das Behandlungsteam.
Häufige Fragen zu TACE
Ist TACE dasselbe wie eine Chemotherapie über die Vene?
Nein. Bei der TACE wird das Medikament gezielt über die tumorversorgenden Arterien gegeben und mit einer Embolisation kombiniert. Ob daneben eine systemische Therapie erforderlich ist, entscheidet das onkologische Team.
Welche Unterlagen benötigt die Beratung?
Besonders wichtig sind aktuelle Bilddaten, Arztbriefe zur Tumorerkrankung, Laborwerte und vorhandene Tumorboard-Empfehlungen. Auch frühere Operationen oder Behandlungen an Leber und Gallenwegen sollten dokumentiert sein.
Ihr nächster Schritt
Persönliche Beratung in Karlsruhe
Halten Sie CT-/MRT-Bilddaten, histologische Befunde, den bisherigen Therapieplan und Laborwerte bereit. Die Anmeldung erläutert den sicheren Weg zur Übermittlung.
Bitte bringen Sie außerdem Ihren aktuellen Medikamentenplan mit und nennen Sie bekannte Allergien. Welche Unterlagen zusätzlich benötigt werden und wie Sie Bilddaten sicher übermitteln können, erläutert Ihnen die Anmeldung. Medikamente bitte nur nach ärztlicher Rücksprache verändern.
Behandlungsort: Städtisches Klinikum Karlsruhe, Moltkestraße 90, 76133 Karlsruhe. Für kurzstationäre Überwachung und interventionelle Versorgung stehen zwei Betten zur Verfügung. Art und Dauer eines Aufenthalts richten sich nach dem Eingriff und Ihrem Gesundheitszustand.
Eine Anfrage ist noch keine Zusage für einen Eingriff. Die persönliche Beratung klärt Nutzen, Risiken und Alternativen. Bei einem akuten medizinischen Notfall wählen Sie 112.
Fachliche Grundlagen & weiterführende Informationen
- CIRSE: Transarterielle Chemoembolisation – Patienteninformation (PDF) ↗
- ACR / RSNA: TACE – Auswahl, Ablauf und Risiken ↗
- CIRSE: Embolisation in der Onkologie ↗
- SKK: Minimalinvasive Tumortherapie und örtliches Leistungsangebot ↗
Wissenschaftliche Arbeiten mit Beteiligung von PD Dr. Nadjiri
Die Arbeiten beleuchten einzelne Fragestellungen und belegen keine pauschale Wirksamkeit für jeden Behandlungsfall.
Redaktionell verantwortlich: PD Dr. med. Jonathan Nadjiri · Redaktioneller Stand: 26. September 2026. Die Inhalte wurden mit KI-Unterstützung erstellt und anhand der verlinkten Fachinformationen formuliert. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche Aufklärung.